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07.05.2010

Markenwahrnehmung, Technologie & Tools

Google Suggest – wenn wir finden, statt zu suchen

Ich tippe ein „A“ in das Suchfeld von Google. In Echtzeit schlägt Google mir vor, was ich suche: Amazon, Autoscout24 oder doch Avatar? Google Suggest heißt der Dienst der Suchmaschine, das seit über einem Jahr standardmäßig in Deutschland verfügbar ist. Es zeigt sich jetzt, dass längst vergessene Issues damit immer wieder auf dem Radar erscheinen.

Vorschläge von Google zu Jack Wolfskin

Die Vorschläge basieren laut Aussage von Google auf der relativen Beliebtheit von Begriffen, nach denen andere vor einem bereits häufig gesucht haben. Im Idealfall muss man seine Suchwörter nicht mehr zu Ende schreiben, Google übernimmt das. Die Vorschläge können dabei hilfreich sein oder aber sehr überraschend, interessant oder auch beunruhigend. Nicht immer sind die vorgeschlagenen Suchwörter oder -kombinationen vorteilhaft.

Dass Google nur rassistische und unsittliche Wörter aus den Vorschlagslisten entfernt, wird deutlich, wenn man einmal „Google ist“ eingibt. Ob Google nun „dein Freund“, „dein Feind“, „doof“ oder „böse“ ist, es beeinflusst das Suchverhalten der Nutzer: Dinge, die man nicht einmal suchen wollte, tauchen in den Vorschlägen auf und wecken unsere Neugier. Wir googlen auf einmal, was andere Nutzer vor uns auch gesucht haben – und bewegen uns damit immer mehr in Richtung Mainstream.

Was einen Mehrwert für Google-Nutzer darstellt, kann ein Problem für Unternehmen und Marken bedeuten. Selbst wenn PR-Krisen schon lange aus dem Gedächtnis des Online-Nutzers gestrichen sind, Google setzt sie erneut auf die Agenda.

Möchte man sich nämlich bei H&M über Kindermode informieren, wird vorgeschlagen, nach „H&M Kinderarbeit“ zu suchen. Und wenn man bei L’Oreal Informationen über das Trainee-Programm sucht, kann man mit nur einem Klick Informationen zu Tierversuchen bei L’Oreal bekommen.

Vorschläge von Google zu H&M Kindermode

Vorschläge von Google zu L'Oreal Trainee

Haben sich die Schlagzeilen erst mal bei Suggest eingebrannt, wird es schwierig, diesen bitteren Beigeschmack wieder aus den Köpfen der Nutzer herauszukriegen. Holt Google damit tatsächlich lang vergessene Krisen wieder hoch? Und wie sollen Unternehmen damit umgehen? Im Internet werden einige Möglichkeiten diskutiert, wie man die Vorschläge beeinflussen kann, allerdings ist unklar, wie vielversprechend diese sind. Sinnvoll ist es daher, ein Frühwarnsystem einzuführen, um Krisen rechtzeitig zu erkennen und durch Online-PR Maßnahmen gegensteuern zu können.

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Kommentare

07.05.2010

Tweets die neu auf www.reputation-blogger.de: “Google Suggest – wenn wir finden, statt zu suchen”: ^JW #reputation #google erwähnt — Topsy.com

[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von New Communication, New Communication erwähnt. New Communication sagte: neu auf http://www.reputation-blogger.de: "Google Suggest – wenn wir finden, statt zu suchen": http://bit.ly/c8YFwa ^JW #reputation #google [...]

29.09.2010

Google Instant Search – SEO und Reputation Management werden anspruchsvoller « Reputation Management Blog

[...] dessen Optimierung wichtig sein. Mit der neuen Suche wird der bereits von Google Suggest bekannt Effekt verstärkt, dass sich potentielle Besucher ablenken lassen durch die schnellen Vorschläge. Manch [...]

22.10.2012

Kurzprofil: Suchmaschinen « Reputation Management Blog

[...] finden bzw. unverhältnismäßig prominent präsentieren. Eine besondere Rolle spielt dabei jeweils Google Suggest, das Suchende oftmals erst auf mögliche Inhalte [...]

Autor

Anja Scharfenberg
Anja Scharfenberg
Anja Scharfenberg beschäftigt sich seit Jahren mit Markenkommunikation - online wie offline. Die Diplomkauffrau untersuchte den Einfluss des Kaufentscheidungsrahmens auf das Online-Kundenverhalten und war für eine große deutsche Automobilmarke tätig, bevor sie zu New Communication wechselte. Bei Reputation Control begleitet Anja Scharfenberg Web-Monitoring-Projekte und führt Studien zur Kundenzufriedenheit auf Basis von Bewertungen im Internet durch.
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