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10.06.2011

Praxisbeispiele, Strategie, Wie man es macht

Fund der Woche 23-2011

Wie bereits in der vergangenen Woche verblüfft auch der aktuelle Fund der Woche durch eine hohe Zahl positiver Bewertungen. Allerdings bestehen bei dem Imbiss “Die Currywurst” in Wanne-Eickel keine Zweifel an der Authentizität der Bewertungen auf dem lokalen Bewertungsportal golocal.de

Eigentlich war ich in ganz anderer Sache unterwegs auf golocal, als sich mir diese Vorschau förmlich einbrannte: 407 (!) Bewertungen für einen Imbiss (!), dazu noch mit einer Durchschnittsnote von 5 Sternen (von 5 erreichbaren Sternen). Also: mal genauer anschauen, das Ganze. Das Ergebnis? Keine Auffälligkeiten, keine unnormale Häufung von Lobhudeleien, auch sonst alles normal. Natürlich wird gelobt, das muss bei einer solchen Bewertung einfach sein, aber ganz offensichtlich handelt es sich um einen Imbiss, der seine Nische gefunden hat und durch Qualität und Service zu überzeugen weiß.

Nicht umsonst wohl gehören “freundlicher Service”, “frische Zutaten”, “gepflegtes Restaurant”, “günstig” und “sehr gutes Essen” zu den wichtigsten Tags, die das Portal den einzelnen Bewertungen entnimmt. Fachlich scheint der Betreiber also alles richtig zu machen. Das jedoch erklärt nicht die enorme Anzahl der Bewertungen.

Auf die Schliche kommt man dem Web2.0-Erfolgsrezept, wenn man sich die Online-Aktivitäten der “Currywurst” ansieht: eine umfangreiche Homepage bietet neben Presseberichten auch Videos und weiteres (z.B. ein gut gefülltes Gästebuch). Unübersehbar thront über dem Foto auf der Startseite die Verlinkung zum Facebook-Profil. Das weist sage und schreibe 840 Fans auf und zeigt einiges an Aktivitäten. Noch wichtiger aber: Auf dem Profil wird die Möglichkeit geboten, direkt eine Bewertung auf Qype, einem weiteren lokalen Bewertungsportal zu schreiben, genauso wie eine Rezension auf Facebook selbst hinterlassen werden kann.

Das ist es, was unter einer Social-Media-Strategie zu verstehen ist: auf unterschiedlichen Kanälen präsent sein (und “präsent” heißt: wirklich präsent, nicht nur als Karteileiche, die gelegentlich mal ein bisschen Staub ablässt) und die Kunden zum Mitmachen animieren. Das ergibt einen Relevanzindex von 7,69, allerdings im Grünen Bereich, da das Ergebnis positiv ist.

Kommentar

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Autor

Mirko Strauchmann
Mirko Strauchmann
...gräbt und wühlt am liebsten in den Tiefen des Internet. Klar, schließlich hat er Geschichte und Archäologie studiert. Und die Germanistik lässt er als Reputation Blogger sprechen. Darum analysiert der Musikliebhaber, der bei jedem Wetter mit Rad zur Arbeit fährt, bei New Communication als Reputation und Research Agent, was die Leute so im Netz über Marken schreiben oder was die Marktforschung hergibt.
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