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07.10.2011

Praxisbeispiele

Fund der Woche 40-2011

Pünktlich zum Monatsstart gibt es erneut einen Doppelschlag. Heute allerdings in anderer Form, denn was ich auf Ciao zu LEZ Friseure gefunden habe, erinnert mich ein wenig an eine Forumsdiskussion. Was mich aber noch mehr beschäftigte, ist die Frage: Worum geht es in dieses beiden Erfahrungsberichten eigentlich?

Um die erfahrene Dienstleistung geht es nämlich nur am Rande, vielmehr ist der Rabattanbieter Groupon Hauptgegenstand der Kritik. Doch nun von vorne: Am 3. Oktober verfasste User “Berra” einen Bericht über ihren Friseurtermin bei LEZ, der Dank Groupon ein echtes Schnäppchen zu werden versprach. Sie kehrte aber unzufrieden nach Hause zurück und “wusch [...] mir die Erfahrung erst einmal vom Kopf.” Sie hatte nämlich nicht bekommen, was sie erwartete. Die Konditionen waren nach ihrer Aussage nämlich nicht bekannt gemacht und auch nicht eingehalten. Und auch der Service stellte sie nicht zufrieden: “Sie war nicht nur zu mir sehr arrogant sondern auch Ihren Angestellten gegenüber sehr ungehalten. Mein Termin wurde unnötig in die Länge gezogen. Zuerst durch die Wartezeit und dann durch diverse Telefonate und Raucherpausen. Insgesamt verbrachte ich fast 3 Stunden dort.”

Bei diesem Bericht musste ich an die wiederholte Kritik an Couponing-Diensten denken. Die von Groupon und Co. verlangten Provisionen betragen bis zu 50%. Es ist kein Rechenkunststück einzusehen, dass da nicht viel für den Dienstleiter übrig bleiben kann, wenn er nicht gar draufzahlen muss. Da ist es schon irgendwie verständlich, dass die Schnäppchenjäger mit der Rabattmarke nicht überall gern gesehen sind. Zumal, so die verbreitete Meinung, sie sich nicht zu Stammkunden entwickeln, sondern mit den Groupons weiterziehen zum nächsten Kooperationspartner. Stellt sich also die Frage: Schlechter Service, schlechter Tag oder tatsächlich eine Groupon-Allergie?

Liest man den zweiten Bericht, am heutigen 7. Oktober von User “friseur539″ (ja, man darf stutzig werden bei dem Namen!), könnte an letzterer Deutung etwas dran sein. “ich war auch bei lez friseure habe mich dort bedienen lassen und hatte keinen von diesen komischen groupons und ganz ehrlich wer meint für 30€ so eine superdienstleisung zu bekommen muss wohl auf den kopf gefallen sein”, sagt sie. Und weiter: “Ich war an einem tag bei lezfriseure und habe jetzt die erfahrung gemacht wie groupon kunden sind” Da spricht eine gewisse Groupon-Aversion. Jedenfalls stimme bei LEZ alles, vom freundlichen Service bis zum Preis-Leistungs-Verhältnis.

Aber was sind das für Leute, diese Groupon-Kunden? “Diese kunden war wahrscheinlich schon seit Jahren nicht mehr bei einem friseur bzw haben sich die haare selber zuhause gemacht dem entspechend sahen sie auch aus! Sie waren aufmöpfich [aufmüpfig - MS] und meinten mit diesem groupon ein komlett neuer mensch zu werden! andere kunden hatten sich auch schon über diese beschwert weil sie laut und asozial waren der friseurin gegenüber!” Diese Meinung von “friseur539″ lässt sich sicher nicht verallgemeinern, das wäre nicht fair. Aber sie weckt Misstrauen. Spricht da wirklich nur eine zufriedene Kundin? Oder haben wir es mit Whitewashing zu tun? Gewürzt mit dem Ärger über die unbefriedigenden Konditionen bei Groupon und das Auftreten einiger Schnäppchenjäger? Wie gesagt, das Misstrauen ist geweckt…

Kommentar

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Autor

Mirko Strauchmann
Mirko Strauchmann
...gräbt und wühlt am liebsten in den Tiefen des Internet. Klar, schließlich hat er Geschichte und Archäologie studiert. Und die Germanistik lässt er als Reputation Blogger sprechen. Darum analysiert der Musikliebhaber, der bei jedem Wetter mit Rad zur Arbeit fährt, bei New Communication als Reputation und Research Agent, was die Leute so im Netz über Marken schreiben oder was die Marktforschung hergibt.
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