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18.05.2012

Corporate Responsibility, Strategie

Die Macht der Verantwortung

Begriffe wie „Corporate Social Responsibility“, „Corporate Citizenship“, “Corporate Volunteering” oder „Corporate Responsibility“ durchqueren immer häufiger unsere Wege. Doch was steckt eigentlich dahinter? Was verbirgt sich hinter diversen Anglizismen-Konstellationen?

Auf den Kern heruntergebrochen handelt es sich bei all diesen Bezeichnungen um das Thema unternehmerische Verantwortung. Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen – ob freiwillig oder gesetzlich verpflichtend – wird zunehmend für die Reputationspflege genutzt. Das Repertoire der Themen erstreckt sich von Verbraucherschutz und gesellschaftlicher Einbindung über Arbeitspraktiken und Umweltthemen bis hin zum Schutz der Menschenrechte. Auch Organisationsführung und faires Handeln sind Themen für eine unternehmerische Verantwortung.

Wir wollen uns gut fühlen

Corporate Responsibility ist besonders durch Negativbeispiele in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Korruptionsaffären, unverhältnismäßige Managergehälter bei gleichzeitigen Massenentlassungen und schlechten Arbeitsbedingungen lieferten in der Vergangenheit des Öfteren Zündstoff für Diskussionen. Seitdem setzt sich eine zunehmende Sensibilisierung für wirtschaftsethische Fragestellungen in unserer Gesellschaft durch.

In der Rolle der Konsumenten fragen wir uns: Woher stammt dieses Produkt eigentlich? Unter welchen Bedingungen wurde es hergestellt? Oder: Was musste dafür geopfert werden, damit es hier im Handel erhältlich ist? Es gibt uns ein gutes Gefühl, einen Fair Trade Kaffee zu kaufen, weil wir wissen, dass wir allein mit dem Kauf dieses Produktes schon etwas Gutes getan haben. Umweltfreundliches Papier, Ökostrom, Bio-Produkte, Erneuerbare Energien, Fahrradfahren – alles Themen bei denen wir uns gut fühlen. Und dieses Engagement erwarten wir auch zunehmend von Unternehmen.

Erhöhte Zahlungsbereitschaft für CR

Wie eine Studie von Roland Berger herausgefunden hat: Konsumenten wollen ein sozial und ökologisch verantwortliches Management und nehmen dafür nachweislich höhere Preise in Kauf. Das Ergebnis zeigt: Konsumenten mit hohen ethischen Ansprüchen an ein Unternehmen sind eine starke Zielgruppe. Es lohnt sich also für Unternehmen, sich verantwortlich zu verhalten: Richtig umgesetzt, lässt sich damit sowohl die Reputation als auch der Umsatz steigern.

Als ersten Schritt muss ein Unternehmen sich natürlich dafür interessieren, was seinen Interessensgruppen eigentlich wichtig ist. Um das herauszufinden, sollte das Unternehmen im ständigen Dialog mit seinen Stakeholdern stehen. Idealerweise reflektieren die vom Unternehmen nach außen getragenen CR-Maßnahmen das Werteempfinden seiner Stakeholder. Wenn ein Unternehmen auf die Wünsche seiner Stakeholder eingeht, ist das meist von Erfolg gekrönt.

CR ist Führungsaufgabe

Allerdings ist der Spagat zwischen ökonomischen, ökologischen und ethischen Aspekten nicht ganz einfach. Doch genau in der Mitte befindet sich die Schnittstelle zu Corporate Responsibility. Umso wichtiger ist es deshalb, CR nicht mehr als bloße Spielerei, sondern als ernstzunehmenden Bestandteil einer Unternehmensstrategie anzuerkennen. Denn im verantwortungsbewussten Handeln verbirgt sich für viele Unternehmen eine große Chance auf Reputations- und Umsatzsteigerung.

Kommentar

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Kommentare

03.06.2012

Dominik

Wer verantwortungsvoll handelt, handelt auch im Dienst seiner Vertriebsentwicklung

Wir, http://www.luxundpartner.at, raten all unseren Klienten zu verantwortungsvollem Handeln

31.08.2012

Wenn Image und Wirklichkeit kollidieren… « Reputation Management Blog

[...] werden: Wer sich ein Image aufbaut, muss diesem auch gerecht werden. Das ist auch eine Frage der Corporate Responsibility. Wenn es in diesem Punkt eklatante Missverhältnisse gibt, merken das die Kunden – und ziehen [...]

26.03.2013

Reputation Management Blog

[...] Hier stellt sich aber die Frage, wie ehrlich das Verantwortungsbewusstsein wirklich ist. Oder handelt es sich möglicherweise eher um eine Art “preemptive Strike”, eine Offensive um dem “Gegner” zuvorzukommen? Denn, das zeigt die Studie sehr deutlich, die Befragten gehen davon aus, dass CR-Kommunikation den mit Abstand größten Einfluss auf – na? genau! – die Unternehmensreputation ausübt. Wie sich das auf Geschäfte auswirkt, beschrieb meine Kollegin Linda Diercks an anderer Stelle. [...]

Autor

Linda Diercks
Linda Diercks
Linda Diercks ist Expertin für den Bereich Public Relations. Ihr erfolgreich abgeschlossenes Studium „Medienkommunikation und Journalismus“ in Köln ergänzt sie durch Erfahrungen in namhaften PR-Agenturen und Redaktionen in Berlin. Bei New Communication ist Linda Diercks als PR-Beraterin spezialisiert auf die Themen Online-PR und Krisenkommunikation. Nebenbei absolviert Sie das Fernstudium „PR/Öffentlichkeitsarbeit“ an der Deutschen Presseakademie in Berlin.
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